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Ausbildungsrahmen

Sie werden als zukünftige Lehrerinnen und Lehrerinnen durch Studium und Ausbildung auf die Erfüllung des „Bildungs- und Erziehungsauftrages der Schule“ (§ 2 Schulgesetz NRW) vorbereitet.

Im Sinne dieses gesetzlichen Auftrages muss Schule auch dem permanenten Wandel gesellschaftlicher Bedingungen folgen. Dies wird durch die Übernahme von bildungspolitisch legitimierten Aufträgen und Aufgaben erfüllt.

Hierzu zählt aktuell insbesondere der Aufbau eines "inklusiven" Bildungsangebotes in der allgemeinen Schule. Unter der Überschrift einer Schule der Vielfalt steht die Umsetzung folgender bildungspolitischer Ziele im Fokus:

  • Den bestmöglichen Bildungserfolg für alle Schülerinnen und Schüler zu ermöglichen.
  • Die soziale Zugehörigkeit zu fördern.
  • Jedwede Diskriminierung zu vermeiden.

Für Sie als Lehrerin oder Lehrer ergibt sich hieraus ein vielschichtiges Leitbild, das für Ihren Vorbereitungsdienst genauso wie für Ihre berufliche Zukunft handlungsleitend ist.

Leitbild für Lehrerinnen und Lehrer

1. Lehrerinnen und Lehrer sind Fachleute für das Lehren und Lernen. Ihre Kernaufgabe ist die gezielte und nach wissenschaftlichen Erkenntnissen gestaltete Planung, Organisation und Reflexion von Lehr- und Lernprozessen sowie ihre individuelle Bewertung und systemische Evaluation. Die berufliche Qualität von Lehrkräften entscheidet sich an der Qualität ihres Unterrichts.

2. Lehrerinnen und Lehrer sind sich bewusst, dass die Erziehungsaufgabe in der Schule eng mit dem Unterricht und dem Schulleben verknüpft ist. Dies gelingt umso besser, je enger die Zusammenarbeit mit den Eltern gestaltet wird. Beide Seiten müssen sich verständigen und gemeinsam bereit sein, konstruktive Lösungen zu finden, wenn es zu Erziehungsproblemen kommt oder Lernprozesse misslingen.

3. Lehrerinnen und Lehrer üben ihre Beurteilungs- und Beratungsaufgabe im Unterricht und bei der Vergabe von Berechtigungen für Ausbildungs- und Berufswege kompetent, gerecht und verantwortungsbewusst aus. Dafür sind hohe pädagogisch-psychologische und diagnostische Kompetenzen von Lehrkräften erforderlich.

4. Lehrerinnen und Lehrer entwickeln ihre Kompetenzen ständig weiter und nutzen wie in anderen Berufen auch Fort- und Weiterbildungsangebote, um die neuen Entwicklungen und wissenschaftlichen Erkenntnisse in ihrer beruflichen Tätigkeit zu berücksichtigen. Darüber hinaus sollen Lehrerinnen und Lehrer Kontakte zu außerschulischen Institutionen sowie zur Arbeitswelt generell pflegen.

5. Lehrerinnen und Lehrer beteiligen sich an der Schulentwicklung, an der Gestaltung einer lernförderlichen Schulkultur und eines motivierenden Schulklimas. Hierzu gehört auch die Bereitschaft zur Mitwirkung an internen und externen Evaluationen.

vgl. KMK: Standards für die Lehrerbildung: Bildungswissenschaften

In Ihrer Ausbildung werden Sie dabei unterstützt, damit Sie die benötigen Kompetenzen aufbauen können, um diesem Anforderungsprofil gerecht zu werden.

Das Kerncurriculumfür die Ausbildung im Vorbereitungsdienst und in den Schulen beschreibt in den Dimensionen

  • Handlungsfelder
  • Handlungssituationen
  • Erschließungsfragen
  • Inhaltliche Bezüge

den Rahmen für die ausbildungsdidaktischen Angebote sowie für Ihre Beurteilung. Gleichzeitig dient es Ihnen zur Orientierung und Systematisierung Ihrer Ausbildung und Ihres selbstverantworteten Lernens.

Die Ausbilderinnen und Ausbilder aller lehramtsspezifischen Seminare folgen der Systematik des Kerncurriculums. Sie bildet somit die Grundlagen für die ausbildungsdidaktischen Curricula aller Kern- und Fachseminare und für Ihre Leistungsbeurteilung.

In der Ordnung des Vorbereitungsdienstes und der Staatsprüfung (OVP) vom 04.11.2011, geändert durch Verordnung vom 25. April 2016, wird das Ziel des Vorbereitungsdienstes in § 1 entsprechend der vorangegangenen Ausführungen formuliert:

Ziel des Vorbereitungsdienstes

Der Vorbereitungsdienst bereitet Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter als eigenverantwortlich Lernende auf die spätere berufliche Unterrichts- und Erziehungstätigkeit an Schulen vor. Die Ausbildung orientiert sich an den grundlegenden Kompetenzen für Unterricht und Erziehung, Beurteilung, Diagnostik, Beratung, Kooperation und Schulentwicklung sowie an den wissenschaftlichen und künstlerischen Anforderungen der Fächer. Dabei ist die Befähigung zur individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern und Umgang mit Heterogenität unter Beachtung der Erfordernisse der Inklusion besonders zu berücksichtigen. Den genannten Zielen dient die wissenschaftlich fundierte schulpraktische Ausbildung, die Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung und Schule gemeinsam verantworten. Auf der Grundlage der Kompetenzen und Standards für den Vorbereitungsdienst (Anlage 1) und eines von dem für Schulen zuständigen Ministerium zu erlassenden Kerncurriculums zielt die Ausbildung auf den Kompetenzerwerb in allen Handlungsfeldern des Lehrerberufs.

Weitere Behörden und Einrichtungen

Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW Bezirksregierungen Landesprüfungsamt

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